Bienvenido Mexico! – Bienvenida bonita Baja California!

Posted by on 1. März 2013

Mein letzter Bericht endete in Ensenada, das wir am 23. Januar erreichten. Wir fuhren in Tijuana über die Grenze. Viele Warnungen vor allem von US-Amerikanern gingen voraus. Wir hielten uns aber dann an die Aussagen unserer Reisefreunde aus Deutschland und der Schweiz, die problemlos rüber kamen. Auch unser Grenzübertritt war ziemlich einfach. Wir mussten nur den Touristenzettel ausfüllen, 25,– US$ pro Person in bar zahlen und bekamen einen Stempel mit einem 180 Tage Visum für Mexiko, das Ganze dauerte ca. 30 Minuten. Wie ich auch schon ausführte, gestaltete sich die  ordnungsgemäße Ausreise aus den USA etwas schwieriger, obwohl es nur darum ging, den Visaeintrag aus dem Pass zu reißen. Wir sind dann doch bald in Ensenada angekommen und haben einen Platz auf dem Camping „Mi Refugio“ bei Punta Banda etwas südlich von Ensenada gefunden. Das Regentief, das sich über die Halbinsel erstreckte war zäher als wir dachten und wir blieben 4 Nächte auf dem Platz und warteten ab, bis der Regen aufhörte. Es war windig und kalt. Wir konnten die Zeit aber gut nutzen, um einzukaufen, aufzutanken und sonstige Dinge zu erledigen, wofür wir sonst immer keine Gelegenheit hatten. Wir fuhren einmal raus nach La Bufadora, einer Engstelle im Fels. Die Wellen drücken das Wasser so stark rein und dies schießt dann wie ein Geysir mit ohrenbetäubendem Lärm etliche zig-Meter nach oben. Ein Schauspiel, das viele Touristen anzieht. Noch mehrmals waren wir in Ensenada. Viele Seitenstrassen waren überflutet und auch auf der Hauptstrasse bildeten sich kleine Seen. Den Mexikanern schien das nicht zu stören, obwohl auch viele Hauseingänge unter Wasser standen. Einer unserer Nachbarn am Campground war Baja – Kenner und Veteran. Er gab uns viele wertvolle Tipps, wie sich später auch bestätigen sollten. U.a, auch wo wir an schönen Stränden kostenlos stehen, mit Kreditkarte tanken oder gut und billig einkaufen könnten. John Bettencourt alias Juan José hieß er, war früher Diamantentaucher und ist jetzt schon Jahre auf der Baja als Gold- und Schatzsucher unterwegs. Langsam wurde dann das Wetter wieder besser und am 27. Januar fuhren wir weiter bis San Quintin zum Camping „El Pabellon“. Nur noch ein weiterer Camper sonst niemand an einem schönen weiten Strand. Als wir nach einer ruhigen Nacht vor unserer Abfahrt noch einen ausgiebigen Spaziergang unternahmen, kam plötzlich aus dem „Nichts“ ein Van. Dieser fuhr dann direkt auf uns zu. „Dunkle Gestalten“ saßen im Wagen und beobachten uns. Schnell gingen wir weiter  ohne uns um zu drehen und als wir etwas entfernt waren schauten wir auch neugierig zurück, was die wohl machen werden. 7 Männer und ein Baby waren im Fahrzeug. Dies konnten wir gut erkennen, was der Zweck Ihrer Anwesenheit war interessierte uns nicht mehr, das war uns dann doch zu unheimlich. Das Wetter gestaltete sich immer freundlicher, die Sonne kam hervor und die Baja zeigte sich uns vor Ihrer schönsten Seite. Ganz anders ist sie, als wir sie uns vorgestellt hatten. Immer dachte ich die Baja California ist eine sandige Halbinsel, wo man von einem Ende zum anderen schauen kann. Von wegen, sie ist grün im Norden und hat schöne Gebirgszüge mit über 3000m hohen Bergen. Außerdem ist sie viel größer als in meinen Vorstellungen. Ca. 1600 km erstreckt sie sich von Nord nach Süd. Sie teilt sich in eine Nord- und eine Südhalbinsel, gleichzeitig ist das eine Zeit- und Verwaltungsgrenze. Ca. 50 km südlich von La Paz beginnt der Tropengürtel. An diesem Tag kamen wir noch bis „Bahia de los Angeles“. Dort blieben wir eine Nacht und eine weitere ganz in der Nähe in „La Gringa“. Zwischen Hügeln fanden wir ein schönes Plätzchen direkt am Strand und tollem Blick auf den Golf bzw. die vor gelagerte Inselgruppe. Ein sauberer Platz, mit einem Klo, mit der wohl schönsten Aussicht auf der Insel. Auf einer sauberen Schüssel sitzend konnte man hier mit Blick auf das Meer und die umliegende Landschaft sein „Geschäft“ verrichten“ – oben offen, fast wie in einem Cabrio sitzend. Das Anglerglück war mir hier allerdings nicht beschert. Hier war es zu flach und steinig und ich habe dabei etliche Haken und Blinker verloren. Nach diesen Erlebnissen starteten wir dann Richtung „San Rafael Fish Camp“. Drei mal fragten wir Einheimische nach dem Zustand des Weges, der in der Karte  auch als „einfacher Weg“ eingezeichnet war. Nachdem uns alle die Auskunft gaben, dass wir die Strasse befahren könnten, folgten wir einer staubigen und sandigen Schneise, mit tiefen Löchern, weiten Auswaschungen und buckligen Felsen. Manchmal war sie wegen Auswaschungen, so eng, dass die Reifen unseres „Balu“ gerade noch Halt fanden. Links und rechts von uns ein Steilhänge von 5 – 10 m.Es gab aber auch kein zurück für uns. Nur drei Motorradfahrer und ein Rennfahrzeug der „Baja 200“  kamen uns entgegen. Ein Teil unseres Weges war nämlich  gleichzeitig der Verlauf der Rennstrecke auf dem am folgenden Wochenende ein Rennen ausgetragen werden sollte. Das gute daran war, dass die Strasse leicht zu finden war, da Markierungen angebracht waren. Man konnte sich den Verlauf des Weges oftmals selber aussuchen und nur hoffen, dass man richtig liegt. Unser GPS kannte zwar den Weg, war aber oftmals auch überfordert. Ach ja, unser GPS spricht seit Tijuana nun spanisch und heißt jetzt „Olguita“. Nach einer anstrengenden Tagestour erreichten wir das Fish Camp San Rafael. Ein wunderschöner Strand mit einigen Fischerbooten und 4-5 Hütten über dem Strand gelegen, erwarteten uns. Zwei Hunde eine Katze und Francisco oder auch „Pancho“ ,wie man ihn hier nennt, leben da. Fischer kommen seit 5 Jahren nicht mehr hierher, wie er uns erzählt und genau so lange hat der Rentner diesen Ort, den er schon seit 28 Jahren bewohnt, nicht mehr verlassen. Ab und zu kommen Leute, wie wir aus Europa oder Australien hierher, hat er uns erzählt, sonst sieht er dieses Paradies als sein „selbsterwähltes Gefängnis“. Allerdings hat er als Seemann die Welt gesehen und war sogar in Istanbul, wie er uns ganz stolz erzählt. Wir blieben nur eine Nacht da, den es war auch sehr windig und angeln ging auch nicht.Der weitere Weg nach „El Barril“ war noch mal eine große Herausforderung für „Mann und Maschine“ Mit 5 -10 km/h quälten wir uns durch die vor uns liegenden Bergpässe. Für mich als Fahrer blieb fast keine Gelegenheit die wunderschöne, bunte, mit Kakteen übersäte Landschaft zu betrachten, denn der Wegführung gehörte meine volle Konzentration.Spät nachmittags erreichten wir dann das kleine, abgelegene Fischerdorf. Wie wir erfuhren kommt nicht mal die Post dahin, was uns nach dieser Fahrt auch nicht mehr weiter wunderte. Auf der Suche nach einem Stellplatz über Nacht landeten wir bei der Kirche. Die Türen standen weit offen und zwei Autos standen davor. Wir fanden hier die zwei jungen Dorflehrer, die hier untergebracht waren. Jesus war einer davon und schon seit einem halben Jahr hier, Cesar war gerade mal zwei Wochen da und seine Familie gar erst seit 2 Tagen. Sie erlaubten uns am Gelände zu übernachten. Als wir Ihnen von unserem Projekt erzählten, waren Sie so begeistert, dass Mariana am folgenden Tag gleich die ersten zwei Unterrichtsstunden für einen Malunterricht bekam. Als wir die Grundschule betraten, waren 10 von 13 Schülern der 1. – 6. Klasse da, die uns schön begrüßten als wir den Klassenraum betraten. Das erinnerte mich an meine frühere Schulzeit, als wir auch immer aufstehen mussten, wenn der Hr. Schulrat zu Besuch kam. Schnell aber legte sich die anfängliche Scheu und es bereitete allen großen Spaß, zumal der Malunterricht eh immer zu kurz kommt, wie uns der Schulleiter Jesus Gonzales Urdiano berichtete, da meist keine Malsachen zur Verfügung stehen. Nach einem Gruppenbild vor der Schule ging es dann weiter nach Guerrero Negro.Es war schon dunkel, als wir dort ankamen, denn die Strecke dort hin war wieder furchtbar. Wir fragten vor unserer Abfahrt wieder mehrfach nach Dauer und Beschaffenheit, doch es stimmte weder die eine, noch die andere Auskunft. Die Strecke war weder gut befahrbar, noch in der besagten Zeit von ca. zwei Sunden zu bewältigen. Über sechs Stunden krochen wir wieder im Schneckentempo durch die herrliche Landschaft. Die „Auswaschungen“ der Strasse waren zum Teil so groß, dass mehr als die halbe Fahrbahn weggeschwemmt war. Dies ist bei Tageslicht  zwar nicht so problematisch, weil man die Hindernisse sieht, doch bei Dunkelheit sind dies richtige „Fallen“, wo man höllisch aufpassen musste, da zum Teil nur alte Autoreifen, die vor oder neben den Hindernissen lagen, auf diese hinwiesen. Hinter einem Hotel fanden wir in Guerro Negro einen geeigneten Stellplatz, mitten in der Stadt.Nachdem unsere Speicher wieder gefüllt waren, fuhren wir auch gleich raus zu den angeblich größten Salzsalinen der Welt. Riesige LKW´s mit 120 to. Salzladung kreuzten unsere Route zur Lagune Ojo de Liebre, wo man angeblich die meisten Grauwale zu sehen bekommt, da diese von Februar bis April hier Kalben und ihre Jungen in der Lagune für die großen weiten der Ozeane anlernen. Wir fühlten uns dann auch wirklich so, wie in der „Kinderstube“ der Wale. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele dieser Kolosse auf so engen Raum versammelt gesehen. Wir wussten nicht, wohin wir zuerst sehen sollen. Manchmal umgaben unser Boot bis zu 30 Tiere, tauchten unter dem Boot hinweg oder schwammen mit ihren Jungen bis ans Boot, dass man sie sogar berühren konnte. Ein großartiges Erlebnis, dass wir in der Form noch nie erlebt hatten. Die Fahrt dauerte mehr als zwei Stunden und man merkte, dass selbst die Bootsführer immer wieder von dem Ereignis ehrfürchtig begeistert sind.Wir standen da auch einige Tage auf dem dazugehörigen Campground und lernten dabei Juanal den Chef der Station kennen, der uns in sein Enjido, in dem er mit seiner Großfamilie lebt, einlud, als wir ihm von unserem Projekt erzählten. Als wir abends bei ihm zuhause in Benito Juarez ankamen war seine Frau Lourdes schon von unserer Ankunft informiert und wir bekamen gleich Tamales zum Essen. Wir blieben drei Tage hier und waren Gäste der Großfamilie. Die Familie feierte am 4.2.  dann den mexikanischen Verfassungstag. Die meisten der ca. 100 Familienangehörigen kamen, es wurden Maistortillas gebacken, frische Fische gebraten und es gab Bier und Margaritas. Wir waren mitten drin. Nachdem der „malbegabte“ Bruder von Juanal nicht wie ausgemacht erschien, entschloss dich die restliche Familie samt Dorfschullehrer an unserem Projekt mitzuwirken. Konzentriert wurde nach dem Essen den ganzen Nachmittag an einem Bild für PanAmericanArte gemalt. Von den jüngsten Familienmitgliedern wurde ich zum Fußballspielen auf die Straße eingeladen, das erst bei Dunkelheit, für mich in einer Pfütze landend, endete. So hatten alle ihren Spaß. Bevor wir dann am nächsten morgen weiter fuhren, mussten wir noch den Garten besichtigen und durften uns mit dessen Köstlichkeiten eindecken. Granatäpfel, Orangen, Limetten und Chilischoten wuchsen da in Hülle und Fülle. Wir erfuhren wieder, wie so oft auf unserer Reise, großartige Gastfreundschaft. Die folgende Nacht verbrachten wir am Pazifik, in einem kleinen Fischerdorf namens San Roque. Einige Fischerhütten, eine verfallene Kirche und ein schöner Strand, der uns aber nicht weiter aufhalten konnte, auf unserem Weg nach Süden. Über San Ignacio, einem hübschen Ort mit einer der ältesten Missionskirchen der Baja, ging es weiter nach Santa Rosalia, wo wir uns die Kirche anschauten, die von Eifel, dem Erbauer des gleichnamigen Turms in Paris entworfen wurde und „strandeten“ zunächst bei der Isla Requeson. Drei Tage hielt es uns dann an der Playa Juncalito kurz nach Mulege. Hier trafen wir Peter und Christine mit ihrem „Großen Wagen“ und auch Otto und Christine, die wir schon vor Monaten auf der Hwy.1 vor Malibu getroffen hatten. Ein schöner Strand, wenig Leute, da die Zufahrt etwas problematisch war und mit bester Aussicht auf das Meer mit den vor gelagerten Inseln. Hier konnte ich angeln und nebenbei den vorbeiziehenden Seelöwen, Schildkröten und Walhaien zusehen. Abends gab es wärmendes Lagerfeuer am Strand und zum Essen die selbstgefangenen Fische. Bis zu unserer Abfahrt drei Tage später kam niemand um eine Gebühr zu kassieren, also war der Platz „for free“. Ein Kanadier der da schon länger stand erzählte uns, dass der Bürgermeister des Ortes zu dem der Strand gehört mit der Gemeindekasse abgehauen ist und  deshalb die Angestellten nicht bezahlt werden können. Da diese  momentan nichts arbeiten, kommt auch niemand abzukassieren. Es war ein schöner Strand mit schattenspendenden Palapas, der uns gut gefiel. Jeder fuhr dann wieder seines Weges, wir weiter nach Süden. Nach immer wieder eingelegten Zwischenstopps erreichten wir La Paz.  Priortät hatte hier die Suche nach einer Werkstatt, die unsere Stoßdämpfer einbauen kann. Wir wurden auch schnell fündig, immerhin ist La Paz eine Stadt, größer als Regensburg. Auf dem sehr guten Campground  Campestre Marantha etwas außerhalb des Zentrums organisierten wir die Zusendung unserer Ersatzteile und wechselten dann zum kostenlosen Stellplatz nach Tecolote, etwa 25 km von La Paz entfernt. Hier trafen wir sie wieder alle, die Österreicher Erwin und Marianne, mit Ihrem umgebauten Feuerwehrauto, Otto und Jutta und unseren Freund aus Australien – Robert, ein Ökologe, mit dem wir schon in Vancouver Island zusammen waren. Er wartete schon einige Wochen auf uns, da er mit uns die weitere Strecke durch Mittelamerika fahren möchte. Wir blieben nur einen Tag, denn aufkommender Wind und hoher Wellengang keine großartigen Aktivitäten zuließen. Wir beschlossen mit Robert zusammen die nächsten 1-2 Wochen den von La Paz südlich gelegenen Teil der Insel abzufahren. Nach einem „Großeinkauf“ im Walmart kamen wir noch bis Los Barriles. Wir fanden einen kleinen Strand etwas außerhalb, denn im Ort war gerade viel los. Überall standen Zelte, davor selbstgebaute „Vehicle“ und Ihre  Begleitfahrzeuge. Ein weiteres Baja-Rennen stand  am Wochenende bevor. Diese Offroad-Autorennen sind hier und in ganz Mexiko sehr beliebt und irgendwo findet immer eines dieser Events statt. Wir hatten es da viel ruhiger. Unser Platz lag wieder direkt am Strand und wir konnten die vorbeiziehenden Wale beobachten. Außerdem nahmen wir hier erstmals die „fliegenden“ Rochen wahr. Diese springen bis zu 2 Metern aus dem Wasser, schlagen Purzelbäume oder versuchen zu fliegen, so sieht es zumindest aus. Niemand konnte uns genau sagen, warum die Rochen aus dem Wasser kommen, man nimmt an, dass sie es während der Paarungszeit machen. Es war ein Genuss ihnen zuzusehen. Manche hatten eine Spannweite bis zu 2 Metern und alles ganz nahe am Ufer. Sie begannen kurz vor Sonnenuntergang und man hörte ihr Aufklatschen bis weit in die Nacht rein. Das reichlich vorhandene Brennholz, dass als Strandgut rum lag machte es uns leicht und wir hatten jeden Abend ein tolles Lagerfeuer. Wir hatten jetzt den Tropengürtel erreicht und es war auch abends angenehm warm. Die Lufttemperatur erreichte jetzt schon mal bis zu 44°C, kein Problem, denn das kühlende und glasklare Meer (ca. 25°) lag ja vor unseren Füßen und wir brauchten nur rein springen. Da wir ja keine Urlauber sondern Reisende sind, hält es uns nirgends all zu lange, immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern. Nach drei Tagen ging es über eine staubige Erdstrasse zum Fischerdorf in Los Frailes. Ein herrlicher Sandstrand mit aufgestellten Palapas, direkt an ein Naturschutzgebiet grenzend, dass war unser nächster Standplatz. Zum sauberen Sandstrand hatten wir ca.50 m unser nächster Nachbar „Bernie“ ein ehemaliger Kölner Blumenhändler, der schon seit fast 30 Jahren in Kanada lebt und hier, wie so viele Kanadier und US-Amerikaner, billig überwintert, war etwa 100 m entfernt. Noch ein paar Camper und einige Fischerhütten standen hier weitläufig verteilt. Mit dem Kajak konnte man raus fahren zum Fischen oder in die benachbarte Seelöwenkolonie im Naturschutzgebiet ansteuern. Ab und besuchten auch die Wale die kleine Bucht und man konnte den kleinen beim Spielen zusehen, immer unter der Aufsicht ihrer Mutter. Sie sprangen und plantschten mit ihren Schwanzflossen – stundenlang. Auch die fliegenden Rochen waren hier wieder gut zu beobachten – besser als jedes Fernsehprogramm. Wir erlebten die Baja hier in ihrer wohl schönsten Form. Als dann Wind aufkam und es die hohen Wellen auch in die Bucht drückte, brachen wir auch hier an diesem wunderschönen Fleck unsere Zelte ab, wieder auf der Suche nach Neuem. Immer an der Küste entlang an kilometerlangen Sandstränden. In der Ferne konnten wir immer wieder die Wale im Ozean springen sehen. Allmählich waren die Strände als „propiedad privada“ deklariert und immer mehr Villen verdeckten unseren schönen Blick. Wir näherten uns San José del Cabo, dass für den Tourismus, hauptsächlich für US-Amerikaner, erschlossen ist. Pompöse Villen auf den Hügeln über den herrlichen Sandstränden „zieren“ die Landschaft.  In der Stadt selber säumen moderne Hotelanlagen die Straße entlang der Strände bis zur nächstgelegenen Stadt Cabo San Lucas. Wir hatten hier den südlichsten Punkt der Baja erreicht. Hier treffen der Golf von Kalifornien und der Pazifik zusammen, was sich ab und zu in riesigen Monsterwellen bemerkbar macht, wie uns die Einheimischen erzählten. Eine Nacht verbrachten wir an einem „noch“ unbebauten Strand zwischen zwei exklusiven „All-Inclusiv“ Hotelanlagen. Es war hier relativ ruhig und auch sicher, zudem konnten wir die Anlagen betreten und die Einrichtungen nutzen, alles zum Nulltarif. Doch diese Art von Urlaub sagt uns so gar nicht zu, deswegen hielten wir uns hier auch nicht länger auf. In Cabo San Lucas parkten wir dann in der Marina und buchten ein kleines Boot, mit dem wir zur südlichsten Spitze der Baja mit dem berühmten Bogen „El Arco“ fuhren. Hier am Wendepunkt vom Golf zum Pazifik. Ein wunderschöner Ort zum Anschauen, dass wissen allerdings auch viele andere Touristen. Hier legen auch die Super- Kreuzfahrtschiffe an. Von der etwa 1 ½ -stündigen Bootsfahrt mit „Carlos“, dem Bootsführer waren wir begeistert, auch weil wir hier noch mal ganz nah an die „fliegenden“ Rochen ran kamen. Mit schönen Aufnahmen verließen wir dann die Stadt Richtung Norden, entlang des Pazifiks. Schnell kamen wir voran. Hier ist die Straße 4-spurig ausgebaut. Bei El Pescadero an der Playa San Pedrito fanden wir wieder einen kostenlosen Stellplatz, abseits der Strasse, direkt am Pazifikstrand. Meterhohe Wellen laden hier die Surfer zum Wellenreiten ein. Wir nutzten die Zeit zum Malen, Berichte schreiben und Fotos bearbeiten. Die Zeit vergeht  hier wie im Flug und kein Tag ist  uns langweilig. Man beschäftigt sich mit Dingen, die im Alltag kaum vorkommen und dennoch sind sie wichtig, ja man vergisst sogar, was Alltag überhaupt ist. In der 2. Nacht gab es leider einen Wermutstropfen. Unserem australischen Freund Robert wurde sein portables Solarpaneel geklaut. Er hatte es allerdings auch nur unter sein Fahrzeug gelegt. Wir rätseln noch, wer es gewesen sein könnte, in Frage kommen viele, Robert hat es gelassen hin genommen. Weiter ging es dann bis Todos Santos – wo es viele Künstler geben sollte. Nur wenige km waren zu bewältigen und schon waren wir da. Mitten im Ort war der Campground, richtig urig und sehr mexikanisch und außerdem sehr günstig. Wir erkundeten die Stadt und machten erst mal halt im legendären „Hotel California“. Hier steht angeblich das berühmte, von den „Eagles“ besungene Hotel. Der ganze Ort wirkte auf uns sehr positiv und es gefiel uns so sehr, dass wir noch eine Nacht hie bleiben wollten. Außerdem trafen wir am Campground einen amerikanischen Architekten, der  hier seit 30 Jahren lebt und sich sehr für unser Auto interessierte. Als wir ihm von unserem Projekt erzählten, hat er sofort seine Exfrau Nanette angerufen, die hier eine Galerie hat und als Künstlerin arbeitet. Am nächsten Morgen schon waren wir bei ihr. Auch Ihr gefiel unsere Sache und sie kontaktierte sofort andere hier ansässige Künstler. Wir sollten doch zum Mittagessen in 3 Stunden wieder da sein. Als wir wieder  pünktlich vor ihrer Tür standen, meinte sie, sie habe einen weiteren Künstler gefunden, sollten jedoch  erst zum Abendessen wieder kommen. Als wir dann abends wieder zu ihrem wunderschönen Anwesen kamen, hat sie zunächst für uns gekocht, der in Mexiko bekannte Maler GABO ist dann hinzugekommen und etwas später kamen noch weitere Freunde von Ihr. Claude ein  französischer Fotograf und Schriftsteller mit seiner argentinischen Frau, die hier als Meeresbiologin arbeitet. Nach dem Essen ging es ans Werk und sowohl Nanette  als auch GABO malten auf unsere Leinwand. Außerdem hatten wir dabei eine Menge Spaß. ( Mehr unter www.panamericanarte.com/projekt)  Auch GABO (Gabriel Rodriguez Villalpando )  gefiel unser Projekt,  so dass er seinen Sohn in La Paz anrief, der dort ebenfalls  als Künstler arbeitet. Ihn besuchten wir dann 2 Tage später in seinem  herrlichen Atelier über den Dächern der Stadt.  Zuvor aber trafen wir am Campground  in La Paz unsere Freunde  Viola und Bernd aus Bamberg, die wir schon in Alaska und Kanada trafen. Wir kochten zusammen und hatten einen schönen Abend zusammen, wo wir all unsere Erlebnisse austauschten. Unsere Ersatzteile wollten wir zwischendurch auch noch vom Flughafen hier abholen. Der ADAC hat mir geschrieben, dass sie am 26.2. nachts hier ankommen. Leider gingen die Teile nach Leon, da ein Flughafenkürzel verwechselt wurde. So werden wir unsere Stoßdämpfer erst in 2-3 Wochen in Leon in Empfang nehmen können. Das Personal hier am Flughafen war sehr hilfsbereit und sie haben uns sehr geholfen. Sie sagten uns auch, dass der Flughafen oft verwechselt wird, da im Namen des hiesigen auch Leon vorkommt. Inzwischen hat sich GABO noch mal bei uns gemeldet. Er arbeitet auch für ein mexikanisches Internet Fernsehen und will über unser Projekt im Fernsehen berichten. Also uns wird keinesfalls langweilig und die Ereignisse überschlagen sich oft. Unser Projekt bleibt spannend. Mal sehen, was die nächsten Tage  noch bringen werden, bevor wir nächste Woche die schöne  Baja Richtung Festland nach Topolabambo verlassen werden. Alles weitere in meinem nächsten Bericht oder in Facebook unter PanAmericanArte.

 

3 Responses to Bienvenido Mexico! – Bienvenida bonita Baja California!

  1. Bine & Markus

    Hallo ihr beiden.

    Ein wirklich schönes Projekt habt ihr da gestartet – toll. Wir brechen im Mai diesen Jahres zu unserer Alaska – Feuerland – Tour auf. Vielleicht fahren wir uns ja irgendwo mal über den Weg – wir würden uns freuen.

    Wir wünschen euch weiterhin viel Freude und erlebnisreiche Begegnungen.

    Liebe Grüße
    Sabine, Markus und die Fellnase
    Looking4Adventure.de

  2. christian hagen

    Hervorragende Berichte, sehr anschaulich und informativ. Toll auch, wie ihr immer wieder interessante Kontakte zu der einheimischen Bevölkerung knüpft. Ihr werdend Euerem Anspruch, Grenzen zu überwinden, Brücken zu bauen und Menschen in Euer Projekt einzubinden mehr als gerecht. Gratulation!! Was euere Erfahrungen, Abenteuer und sonstige Reiseerlebnisse anbelangt, kann man nur neidisch werden.
    Weiterhin “good luck”
    Christian und Gitta Hagen

  3. Stegmaier

    Liebe Weltenbummler,

    auch wir sind auf Reisen, wenngleich nur “um die Ecke” auf dem schönen, gut ausgestatteten Campingplatzin “Luxoase” in der Nähe von Dresden! Sachsen und Bayern leiden unter verheerenden Überflutungen, die das Besuchsprogramm der Gegend sehr schmälern.
    Wir verfolgen Ihre spannende Reiseroute immer wieder und staunen über die herrlichen Fotos.

    Für den weiteren Verlauf Ihres Abenteuers wünschen wir alles Gute, viel Glück und Gesundheit!

    Maria und Reinhard Stegmaier

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