Utah, Arizona, Nevada und Kalifornien ziehen uns in ihren Bann

Posted by on 10. November 2012

Kaum zu glauben, aber seit meinem letzten Bericht ist wieder mehr als ein Monat wie im Flug vergangen. Die Tatsache nahezu jeden Tag in einer neuen Umgebung mit neuen Erlebnissen und einzigartigen Eindrücken zu verbringen hat uns jegliche realistische zeitliche und örtliche Wahrnehmung genommen. Oft wachen wir morgens auf und müssen erst überlegen wo wir sind und welcher Tag gerade ist. Der letzte Bericht endete am 2. Oktober im Bryce Canyon und unserer Malaktion in Cedar City. Von da aus machten wir uns auf zum Kodakchrome State Park. Nie zuvor hatten wir davon gehört aber er wurde uns wärmstens empfohlen. Nicht jede Empfehlung entsprach auch unserem Geschmack – der Kodakchrome allerdings war Klasse. Ein kleiner Park mit wunderschönem Campground umgeben von bunt leuchtenden Bergen, mitten unter hochragenden Kaminen und mit einer reihe von schönen Rundwegen mit herrlichen Ausblicken. Der Park war schon oft Filmkulisse von vielen Western und kommt Westernfreunden auch gleich irgendwie bekannt vor. Zwei Tage hielten wir uns da auf und waren begeistert. Weiter gings dann über die Cottonwood Canyon Road, im Escalantes Staircase National Monument, wo wir unbedingt anhalten mussten, um in dieser beeindruckenden Gegend noch Fotos zu schießen, weiter zum Grosvernor Arch. Dieser beeindruckte uns schon mächtig, aber unsere Eindrücke sollten später noch übertroffen werden. Wir fuhren die staubige aber sehr abwechslungsreiche Gravel-Route dann noch weiter bis zum Campground Whitehouse. Dieser nur mit Geländefahrzeug erreichbare Campingplatz lag mitten in der Wüste aber in der Nähe einer Rangerstation, wo die „Permits“ für die Wave vergeben werden – dachten wir. Als wir am nächsten Morgen kurz vor 8 Uhr mit noch einem japanischen Pärchen am Tor standen, kam der Volontier aus seinem Haus raus und drückte uns einen Zettel mit der neuen Adresse in die Hand. Die Erlaubnis zum Besuch der Wave wird hier nicht mehr vergeben, erklärte er, obwohl es noch vielerorts so verbreitet wurde. Flugs stiegen wir ins Auto und fuhren über 60 km weiter zum Visitorcenter in Kanab. Es ist noch genügend Zeit, schrie er uns noch hinterher, doch wir waren schon wieder auf der Highway nach Kanab. Als wir dort ankamen, machte sich schon Enttäuschung breit, denn es warteten schon weit über 100 Personen, die auch die begehrte Erlaubnis zum Besuch der Wave haben wollten. Mit einer kleinen Trommel wurden dann Nummern gezogen für die 10 begehrten Plätze. Es gibt täglich 20 Plätze, 10 werden über das Internet, schon über vier Monate im Voraus vergeben und 10 in dieser beschriebenen Lotterie. Die Tagesgewinner jubelten, als ob sie einen Lottogewinn gemacht hätten. Wir fuhren weiter, an einer weiteren Verlosung Tags darauf Teil zunehmen war uns dann doch zu blöd, als wir von einigen Leuten hörten, dass sie es schon eine Woche lang probieren und nicht zum Zug gekommen sind. Es sollte eben nicht sein. Wir fuhren dann weiter Richtung North Rim am Grand Canyon. Die Anfahrt durch abgebrannte Wälder war nicht allzu berauschend. Auch am North Rim war es uns zu überlaufen. Wir marschierten zu den Aussichtspunkten, machten unsere Bilder – begeistert hat es uns nicht wirklich. Die Campgrounds waren alle ausgebucht und wir beschlossen daraufhin gleich weiter nach Page zu fahren. Wieder mal eine Nacht am Walmart – Parkplatz, aber dafür kostenlos! – Und mit Internet und 24 Std. Einkaufsmöglichkeit. Am nächsten Morgen – inzwischen der 6. Oktober, besuchten wir den Horseshoe. Eine 270° Biegung des Colorado Rivers, mit herrlicher Aussicht und absolut Sehenswert. Danach trafen wir uns mit unseren Freunden Olaf und Karin, sowie Sepp und Gerhild im Lone Rock Camp, das direkt am Ufer des Lake Powell gelegen ist. Das Wochenende war ziemlich entspannt. Wir konnten im Stausee baden gehen, hatten ein schönes Lagerfeuer, um das wir gemeinsam saßen und verbrachten die Zeit mit Nichtstun. Bevor es für uns wieder auf die Gravelroute im Escalantes Staircase Monument ging, besuchten wir vorher noch den atemberaubenden Antelope Canyon. Fest in Hand der Navajo Indianer, zahlt man 27 –US$ cash pro Person Eintritt für den Lower Canyon – Er ist sein Geld Wert, behaupte ich gleich mal im Voraus. Wir konnten beeindruckende Bilder schießen und natürlich auch Farben und Formen, die sich durch den Sonneneinfall ergaben  in nie dagewesener Vielfalt erleben. Der Guide – ein Navajo, führte uns durch die engen Schluchten, zeigte uns die Stellen für die besten „Shots“ und spielte gegen Ende auf seiner Flöte zu den „Lichtspielen“ des aufgewirbelten Staubes in der Tiefe des Canyons.  Nach ca. einer Stunde war das Erlebnis mit den Farbspielen dann doch vorbei und wir verbrachten den Abend mit unseren Freunden, die sich über ein von mir zubereitetes ungarisches Gulasch freuten. Bevor wir Page verließen, ließ ich noch einen Ölwechsel machen und „Balu“ durchchecken. Dann fuhren wir eine „heftige“ Gravelroute durch die Wüste im Escalantes Staircase National Monument, durchquerten dabei ausgetrocknete Flussbette und „Balu“ musste zeigen, was er drauf hat. – Er kann mehr, als ich dachte und wir fuhren über Stock und Stein (mehr Stein und Fels), durch Tiefsand und blieben eine Nacht, fernab jeglicher Zivilisation, mitten in der Wüste, über Nacht stehen. Schön war es wieder, Sternenhimmel und absolute Ruhe. Am nächsten Tag – es war inzwischen der 11. Oktober erreichten wir Escalante, fuhren aber nur durch, denn wir wollten noch nach Capitol Reef und noch einen Campingplatz in Fruita ergattern. Wir durchfuhren bunt leuchtende Höhenzüge und Täler, besichtigten Petroglyphen und einen weiteren „Arche“ in Capitol Reef, nur die Campgrounds in Fruita waren alle voll. Wir entschlossen uns kurzerhand nach Gobelin Valley zu fahren und dort zu nächtigen, doch auch hier war alles voll und da Gewitter im Anflug waren – 90% Regenwahrscheinlichkeit sagte uns die Rangerin an der Einfahrt zu Gobelin Valley, mussten wir nun nachts, was ich immer vermeiden will weiter fahren aber wohin? Wir konnten diesmal nicht „wild“ campen, da sich eben das Gewitter näherte und es sehr gefährlich werden kann, wenn viel Wasser runter kommt und man steht am falschen Platz. Wir fuhren bis Green River und fanden noch ein Plätzchen – nichts besonderes, aber auf sicherem Terrain. Nachts kam dann das angekündigte Gewitter und es brachte auch sehr viel Regen mit sich und unsere Entscheidung erwies sich als gut. Am nächsten Tag regnete es noch immer und wir fuhren erst mal entspannt nach Moab, suchten uns für die nächsten Tage einen Platz mitten in der Stadt, da es noch einige Tage regnen sollte und nutzten die Zeit für Wäsche, Homepage- und Bildbearbeitung und weitere Planung. Es fand auch gerade das Plain Air Festival Moab statt. Eine ideale Gelegenheit hier Künstler für unser Projekt zu finden, dachten wir und fragten uns dann bis zu Joshua Been und Carl Ortman durch. Diese beiden Jungs wollten auf unsere Leinwand malen, aber erst am Sonntag morgen. Tags darauf dann standen wir wie vereinbart um 8.00 Uhr morgens am Campground vor der Stadt, direkt am Colorado und die Jungs malten nach einem ausgiebigen Frühstück mit Speck, Eiern und Kaffee darauf los. Man sah es ihnen an, dass es ihnen auch Spass machte. Anschließend fuhren wir zum Arches Nationalpark und liefen zunächst zum Delicate Arch. Wieder mit Sonnenschein gesegnet konnten wir ihn von allen Seiten schön fotografieren, obwohl sehr viele Leute dorthin unterwegs waren. Arches NP. hat viele reizvolle Ansichten und Motive, man braucht nur um die Ecke biegen und ein neuer „Wow Effekt“ tritt ein. Übernachtet haben wir dann am Grand Staff Campground- wieder direkt und wunderschön am Colorado River gelegen. Am nächsten Tag machten wir uns gleich wieder auf in den Arches NP. Der Landscape Arch war diesmal unser Ziel. Dort angekommen entschlossen wir uns den Primitive Loop weiter zu laufen. Als primitiv kann ich ihn nicht bezeichnen – wunderschön, mit weiteren eindrucksvollen Bögen, durch“ Devils Garden“ alles aber schwer zu laufen, dass wir wegen des steilen Geländes schon ans Umkehren dachten, was viele auch machten. Letztendlich durchstiegen wir auch die steil abfallenden Passagen mit Hilfe von anderen „Hickern“ und kamen dann ganz stolz es geschafft zu haben, am Parkplatz an. Dieses mal übernachteten wir in den „Sand Dunes“ bei Moab, war schön und auch kostenlos zu nutzen. Von da aus starteten wir in unser nächstes Abenteuer – Canyonlands! Zunächst schauten wir noch runter, haben auch noch mal Sepp und Gerhild bei einem Kaffee getroffen, aber mit unserem „Permit“ in der Tasche gings dann runter zum „White Rim“. Schon die Fahrt runter war mehr als ein Erlebnis – es war atemberaubend die einspurige Schotterstrasse nahe dem hunderte von Meter abfallenden Steilhang runter zu fahren. Die „Potash Route“ bis zum Schaefer Campground war dann schon spektakulär. Von Strasse oder so – keine Rede mehr! Nicht nur „Balu“ musste sich anstrengen, dennoch erreichten wir diesen Campground sicher. Wir waren dann auch die einzigen hier. Wir genossen den Sonnenuntergang und die damit verbundenen Farbspiele am Abhang. Am nächsten Tag setzte sich das Abenteuer fort. Wir fuhren bis zum „Gooseberry Campground“. Die Rangerin im Visitor Center meinte, wir könnten die Strecke in 3 Stunden schaffen – wir brauchten aber gute 6 Stunden bis dahin. Atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes und beeindruckend zugleich. Tolle Aussichten auf den Colorado, kaum Menschen und ein Sternenhimmel, wie er im Buche steht. Als wir jedoch wieder oben waren, hat man uns beiden wahrscheinlich auch die Erleichterung angesehen – es war einfach aufregend. Nach einer weiteren Nacht in Moab – daran sieht man schon, dass es uns hier wirklich gefallen hat, erreichten wir Goulding Campground in Monument Valley. Hier haben wir nach einem Navajo- Künstler gesucht und auch gefunden. Nachdem wir den teilweise spektakulären „Loop“ gefahren sind suchten wir nach Terrill Goodmann, einem jungen „Diné“. Über seinen Cousin und seine Schwiegermutter fanden wir ihn schließlich und er malte bei ich zuhause ein tolles Bild auf unsere Leinwand. Hier haben wir auch noch Bärbel und Marion aus Regensburg bzw. Freyung getroffen, bevor es weiter zum Grand Canyon Süd Rim für uns ging. Ein wenig enttäuscht davon, dass die Anfahrt durch verbrannte Region führte und auch am Rim zu viele „Touris“ rum schwirrten. Die Aussicht war wegen der dunstigen Luft auch nicht das, was wir erwartet haben. Deshalb fuhren wir nach einer eher kurzen Besichtigung auch gleich weiter zur legendären Route 66. Wir machten hier in Seligmann und Hackberry halt und hatten unseren Spass dabei. Nach einer Nacht am Walmart Gelände in Kinsan ging es dann weiter Richtung Las Vegas. Wir machten den obligatorischen Halt am „Hoover Dam“ liefen, wie so viele über den Dam und die neue Brücke und erreichten dann Las Vegas. Mitten drin am Campground des Casinos Circus Circus machten wir halt. Es liegt zentral, in der unmittelbaren Nähe zum „Strip“. Hier trafen wir auch Gerhild und Sepp wieder und machten den ersten Abend zusammen eine „Tour“ entlang des „Strip“. Wir klapperten gemeinsam die Attraktionen ab, die von den Casinos geboten wurden. Ist ja nicht zu schaffen an einem Tag – auch nicht an 2 Tagen. So liefen wir am 2. Tag nur den „Strip“ entlang und versuchten auch unser Glück mit „Poker“. Einsatz waren 3US$, gewannen 6US$ dazu, nachdem wir alle 50US$ tags zuvor verspielten – war aber nicht so schlimm, die 50US$ waren ein Gastgeschenk und taten deshalb unserer Urlaubskasse nicht weh. Spass hat es trotzdem gemacht. Zwei Tage Las Vegas reichten uns vollkommen und wir fuhren weiter, um das „Valley of Fire“ zu sehen, das nicht weit von Las Vegas entfernt liegt. Wieder in der Natur angekommen bei leuchtend roten und bunt schimmernden Felsformationen. Der Park ist nicht all zu groß, bietet dafür aber viel. Wir begannen mit der Besichtigung von weiteren Petroglyphen, und fuhren bis zum „White Dome“, wo wir zunächst wieder in Werbeaufnahmen, diesmal von Mercedes Benz platzten. Sheriffs sperrten die Zufahrt, schließlich sollte man den „Erlkönig“ des neuen Goldwing ja nicht sehen. Wir konnten dann doch noch unseren Rundweg  um den „Dome“ spazieren. Der Campground war großzügig mitten in die roten Felsformationen eingebetet und unserer Meinung nach einer der schönsten. In jedem Fall sollte man sich auch die „Wave of Fire“ ansehen. Ein Wanderweg führt direkt dahin (ca. 1 Std. hin-u.zurück). Man wird belohnt mit grandiosen Farben in den Gesteinsformationen. Bei unserer Weiterfahrt besichtigten wir auch noch den „Elephant Rock“, „The Beeheeves“ und machten am Lake Meat kurze Rast, bevor wir nochmals durch Las Vegas Richtung Death Valley bis Parhump fuhren. Nach einer Nacht am Parkplatz des Nugget Casinos, direkt an unserer Strecke gelegen, erreichten wir „Death Valley“.  Wir verließen hier wieder die Highway und begaben uns auf die „West Side Road“, eine staubige und sandige Gravelroute, dafür kaum Verkehr und wir hielten immer wieder an um die Schönheit der Natur zu genießen.  Die Überreste alter verlassener Borax- und Goldminen am Rande der Strecke verdeutlichten uns, unter welchen widrigen Umständen die Menschen damals gearbeitet haben. Die Strecke führte auch am tiefsten Punkt (86 m unter dem Meeresspiegel) des „Valley´s“ und der westlichen Hemisphäre vorbei, bis wir zu „“Devil´s Golf Course“ kamen. Harte Salz-Strukturen , bizarr, so dass die Leute sagten, hier müsse der Teufel Golf gespielt haben. In Stovepipe Wells, nahe den Sanddünen blieben wir dann am Campground die Nacht über. Die Dünen waren am nächsten Morgen auch unser erstes Ziel. Durch feinen schon von der Sonne aufgeheizten Sand bestiegen wir die drei alles überragenden Dünen. Es machte Spass, die ersten Spuren des Tages zu legen. Gleich danach machten wir uns auf zum „Race Track“ zu fahren. Wieder stand uns eine anstrengende Tour bevor, die durch steinige, scharfkantige „Gravelroute“ führte. Auf halber Strecke wurde es dunkel und wir nächtigten am Straßenrand. Race Track entschädigte uns dann für alle Strapazen. Von weitem schon leuchtete der ausgetrocknete See und als wir dann auf ihm liefen und die wandernden Steine mit ihren Spuren sahen, waren wir begeistert. Niemand konnte bisher beobachten, wie sich die Steine bewegen, niemand, auch nicht die allwissende NASA hat das Rätsel dieses Naturschauspiels bisher lösen können. Uns hat es einfach nur beeindruckt und begeistert. Wir liefen einen ganzen Nachmittag auf dem ausgetrockneten See herum und erfreuten uns jeder Spur, die von den einzelnen Steinen hinterlassen wurde. Auf dem Rückweg kamen wir auch noch an den Vulkankratern des „Ubehebe“ vorbei, die rings herum mit Asche bedeckt waren. Verständlich, war doch ihre letzte Aktivität erst kürzlich – vor ca. 200 Jahren – in „Erdzeit“ erst gestern. Wir übernachteten dann in „Panamint Springs“, bevor wir Richtung Lone Pine aufbrachen. Hier hatten wir dann zu entscheiden, ob wir über den Tioga Pass oder über die südliche Route zum Sequoia und Yosemite fahren werden. Da der Wetterbericht eher zu Schnee am Pass tendierte, nahmen wir die Route nach Süden bis Bakerfield. Nach einer Nacht am dortigen Walmart-Parkplatz besuchten wir die mächtigen und uralten Sequoiabäume im gleichnamigen Nationalpark. Mit beeindruckenden Bildern von den mächtig hoch wachsenden „Riesen“ erreichten wir noch am Abend des 1. November Fresno. Da sich das Wetter positiv für uns entwickelte, erreichten wir am nächsten Tag den Yosemite Nationalpark. Dieser empfing uns bei strahlendem Sonnenschein und 25°C Wärme. Die erste Nacht im Park verbrachten wir im „Wawona Campground“, tags darauf standen wir am „Upper Pine“. Verwöhnt von der Sonne nutzten wir die Tage zu ausgedehnten Wanderungen zum „Sentinal Dome“ und zum „Glaciar Point“. Tags darauf beschlossen wir wieder eine ausgiebige Wanderung zum „Vernal Fall“ und „Nevada Fall „ zu machen. Wir waren sechs Stunden auf den Beinen, die sich jedoch gelohnt hatten und wir kamen begeistert und mit schönen Eindrücken abends zum Camp zurück. Da wir nun doch noch die Gelegenheit hatten den ca. 3031 m hohen Tioga Pass zu fahren, beschlossen wir dies auch zu tun – wahrscheinlich eine der letzten Gelegenheiten dieses Jahres, bevor er geschlossen wird. Belohnt wiederum wurden wir mit beeindruckenden Ausblicken entlang einer herrlichen Route. Auf der anderen Seite des Passes empfing uns schon die nächste Attraktion – der Mono Lake. Beeindruckt von den Formationen am „South Tufa“ des Mono Lake fuhren wir noch bis Benton. Uns hatte man erzählt, dass es hier einen Campingplatz gebe, wo jeder Stellplatz seinen eigenen „Hot Spring Pool“ hat. Wir mussten bei Dunkelheit angekommen zwar etwas suchen, fanden ihn dann aber doch und wir konnten bei klarem Sternenhimmel im heißen „Hot Spring Pool“ sitzend die Sterne und den aufgehenden Mond beobachten. – Ein Erlebnis ganz besonderer Art! Da es so schön war, nutzten wir gleich am nächsten morgen vor dem Frühstück noch mal die Gelegenheit und nahmen ein ausführliches heißes Bad zum Wach werden. Wir kamen nur ca. 120 km weiter bis Bridgeport und schon saßen wir im nächsten natürlichen Pool bei den „Travertine Hot Springs“. Hier kann man in wilden „Hot Springs“ zum „Nulltarif“ ein heißes Bad nehmen. – Schön langsam wurde es uns aber zu heiß und wir fuhren weiter über den „Sonora Pass“ bis Sonora. Wieder und wahrscheinlich letztmals dieses Jahr überquerten wir einen Pass  auf ca. 3000 m über dem Meeresspiegel. Inzwischen war der 7.11.2012 und wir beeilten uns dem herannahenden Schnee in den Bergen zu entfliehen und fuhren direkt zu den „Muir Woods“. Diese mächtigen bis zu 110 m hohen Redwood Bäume beeindruckten uns zwar, dennoch hatten wir noch die „Riesen“ des Sequoia im Kopf, die zwar nicht so hoch waren aber um so älter und massiger waren. Nun sind wir seit zwei Tagen in Mill Valley einem sehr reizvollem Ort mitten im Wald und nur ca. 15 km vor San Francisco gelegen. Hier wurden wir wieder auf unser Projekt angesprochen und fanden schnell jemanden, der mit uns malen wollte. Malend verbrachten wir auch den ganzen Tag im Haus von Steve, einem Anwalt, dessen Tochter Emily sich an unserem Projekt mit einem außergewöhnlichem Bild beteiligte. Nach einem gemeinsamen Abendessen – es gab ungarisches Gulasch, von mir zubereitet, verabschiedeten wir uns. Wir werden morgen, den 9.11. San Francisco erreichen und einfach dann auf der Golden Gate Bridge eine Flasche Champagner auf meinen 55. Geburtstag trinken – Einfach dekadent – aber schön! Weiteres gibt’s aktuell wieder auf Facebook.

2 Responses to Utah, Arizona, Nevada und Kalifornien ziehen uns in ihren Bann

  1. Martin

    Wie immer haben wir Euren Reisebericht “verschlungen”. Hochinteressant mit eindrucksvollen Bildern.
    Wir wünschen Euch weiterhin eine gute Reise und viel Spass.

  2. Lutz Lange

    Hallo Ihr beiden, tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt melde, aber mein Kopf war so voll mit anderen Dingen und leider auch Problemen, dass ich meine Birne einfach nicht frei hatte. Habe eben Euren Reisebericht vom 10. November gelesen und kann Euch versichern, dass Ihr das meiste “richtig” gemacht habt. Schön, dass Ihr auch im Kodachrome Basin wart – den hatte ich Euch ja damals im Yellowstone Park schon wärmstens empfohlen. Wenn Ihr mir kurz sagt, wo genau Ihr jetzt seid und in welcher groben Richtung es jetzt weitergehen soll, fällt mir vielleicht noch der eine oder andere Tipp für Euch ein. Schade, dass es Euch am Grand Canyon nicht so gut gefallen hat. Das ist für mich eines der grandiosesten Naturmonumente der Welt. Aber richtig erschließen tut er sich erst wenn man hineinwandert, idealerweise für ein paar Nächte mit Zelt. Und schon sind die Menschenmassen komplett verschwunden (wenn man die richtigen Routen geht)
    Viel Spaß weiterhin bei Eurer kleinen Reise, bleibt gesund und habt noch viele tolle Erlebnisse und Begegnungen!
    Lieben Gruß vom Lutz (Tourguide der Radeltruppe im Yellowstone Park)

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