Angekommen und „losgelegt“

Posted by on 19. Mai 2012

Nach all den Aufregungen beim Abflug, sind wir schließlich in Halifax angekommen. Wie schon berichtet, gab es bei der Übernahme von „Balu“ noch etwas an Aufregung, die sich jedoch schnell wieder legte. Die meisten der „Neuankömmlinge“ hatten sich auf einem „Campground“ in der Nähe von Halifax verabredet. Auch wir machten uns auf den Weg dahin.  Als erstes versuchten wir aber unsere Gasflaschen zu befüllen, bzw. füllen zu lassen. Die erste Station, die wir anfuhren füllte nur Flüssiggas auf, die zweite hatte nur eine Lizenz bis 18.00 Uhr, wir waren leider zu spät dran, doch da trafen wir Bill, einem freundlichen Fensterputzer, der unser Problem erkannte und promt vor uns her fuhr und uns zu einer Auffüllstation brachte. Anschließend ging´s dann direkt zum Campground. „Tauchersepp“, die „Freiburger“ sowie Olaf und Karin waren schon da. Der Campground war noch nicht offiziell geöffnet, so dass wir nur Wasser füllen konnten, jedoch nicht duschen. W-Lan ging jedoch. Alle haben hier mehr oder weniger „aufgetankt“ und sich sortiert, danach – am nächsten morgen sind alle in verschiedene Richtungen aufgebrochen. Unser Weg sollte uns zunächst nach Peggy´s Cove führen, dem wohl berühmtesten Leuchtturm Kanadas. Schön an zu schauen war er, sodann ging es weiter Richtung Kejimkujik Nationalpark. Er war offiziell auch noch geschlossen, es waren aber schon Leute da. Wir stellten und direkt neben Claire und Jane, einem kanadischen Rentnerpaar, das uns in die Gepflogenheiten des Parks einweihte, schließlich kamen sie ja schon 17 Jahre hier her. Es war ganz lustig mit Ihnen am Lagerfeuer zu sitzen und zu plaudern, bis schließlich der „Black Rum“ dem Nationalgetränk der „Hiesigen“ Wirkung zeigte.

Am nächsten Tag verließen wir den Park Richtung Lunenburg – einer deutschstämmigen Stadt an der Westküste. Die Campgrounds hatten auch hier alle noch geschlossen, so stellten wir uns schließlich auf den Parkplatz des Community Centers, was keine schlechte Wahl war. Der Ort war schön und sehenswert, mit bunten Häusern und deutscher Historie. Hier haben wir auch Lynn, eine Künstlerin im „Powerhouse“ gefunden, die sich sofort  bereit erklärte, an unserem Projekt mitzuwirken. Anschließend zogen wir sofort los – wir wollten nach Digby Neck. Wir brauchten zwei Mal die Fähre, bis wir auf Brier Island , bzw. in Westport ankamen.

Wir hatten einen wunderschönen Stellplatz direkt gegenüber dem Leuchtturm. Von unserem PickUp konnten wir die Vögel auf der Insel und die wechselnden Tidenhube mit ihren meterhohen Wellen beobachten. Die kleinen Fischerboote, die früh morgens durch fuhren „tanzten“ regelrecht in diesem Gewässer. Bei der Hinfahrt nach Westport kamen wir an Tiverton vorbei. Natürlich haben wir auch den Weg zu „Balancing Rock“ gefunden. Basaltsteine, die schon hunderttausende von Jahren wie von „Geisterhand“ gehalten aufeinander stehen. Weiter ging´s nun durch Novo Scotia Richtung Turo. Bei Urbania machten wir direkt am Shubenacadie River halt. Hier erreicht der Tidenhub ca. 16 m und drückt das Meerwasser ins Flusstal, so dass ein kleines Flüsschen regelrecht zu einem Strom anschwielt. Hier konnte man auch schön Weißkopf Seeadler beim Fischen beobachten. Am Morgen des 14. Mai ging es aber gleich weiter Richtung Norden. Cape Breton war unser nächstes Ziel. Wir besichtigten den National Park und befuhren den Cabot Trail. Dieser bot uns wunderschöne und fast menschenleere Strände mit einzigartigen, bunten und fast runden Steinen.  Hier beschlossen wir nun weiter nach Neufundland und Labrador zu fahren, dafür auf Prince Edward zu verzichten. Deshalb befuhren wir in Sydney die Fähre nach Neufundland, das alle die wir befragten als wunderschön bezeichneten. Wir kamen am Hafen in Sydney an und hatten dort Zeit uns auf dem Hafengelände etwas zu Essen zu machen, zu duschen und entspannt auf die Fähre zu gehen. Wir hatten eine „Nachtfahrt“ und konnten während dieser Zeit schlafen. Dabei trafen wir Michelle und Ursi aus der Schweiz. Die Beiden waren ebenfalls mit uns angekommen und nun auch auf dem Weg nach Neufundland. Gegen sieben Uhr morgens legte die Fähre in Port aux Basques an. Wir tranken noch einen gemeinsamen Kaffee, dann trennten sich unsere Wege schon wieder. Für uns ging es nun Richtung „Viking Trail“ nach Norden. Auf Port au Port einer Halbinsel hatten wir dann das Glück, einen Finnwal bei der Jagd zu beobachten. Es waren auch noch Delphine da und eine „Seekuh“ – ich konnte das lustige Tier, welches immer mit Ihren Flossen winkte, nicht genau identifizieren. Außerdem waren wir gerade rechtzeitig zur Lobster Saison, beginnend am 16. Mai. angekommen.  Weiter ging´s, immer Richtung Norden bis zum Deer Lake, wo wir eine Nacht am See standen. Der nächste Tag sollte uns zum Gros Morne Nationalpark führen. Dort fuhren wir erst zum Trout River, wo wir und bei den örtlichen Fischern endlich einen Lobster kauften. Nimm ein „Weibchen“ sagte Jack der Fischer, die sind größer. Wir nahmen das „Weibchen“ – zahlten dafür ca. 13,– € und fuhren zur sogenannten „Mondlandschaft“ als „Table Land“  im Reiseführer beschrieben. Zunächst bereiteten wir unseren Hummer zu – eine eher traurige Angelegenheit. Der Hummer schaute uns mit seinen schwarzen runden Augen an, wohl wissend, was jetzt kommen wird. Ja! – ins kochende Salzwasser haben wir ihn geworfen und super hat er auch noch geschmeckt als wir ihn eine halbe Stunde später verzehrten. Schön rot gefärbt war er, wie auf den Speisenkarten von Gourmet – Restaurants. Wir dürfen aber nicht darüber nachdenken, unter welchen Umständen er zubereitet wurde. Danach machten wir einen wunderschönen Ausflug ins „Table Land“. Nach Rückkehr suchten wir einen RV-Camping-Ground in Rocky Harbour auf, wo wir uns wieder „sortieren“ können – also waschen, putzen, alles aufladen, unsere Homepage pflegen usw. Weiter wollen wir dann Richtung Labrador. Der Wetterbericht sagte Schneefall voraus. Vorher allerdings wollen wir noch die nach Süden treibenden Eisberge an der Ostküste sehen – wenn sie noch da sind, bis wir ankommen. Es ist von der Strömung und vom Wind abhängig, sagte uns die freundliche Dame vom Information – Center. Wir sind gespannt, wie´s weiter geht! Mehr Bilder findet Ihr unter Bildergalerien Novo Scotia/NFLD.

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3 Responses to Angekommen und „losgelegt“

  1. ursi

    hey ihr Lieben* hoffe ihr seid gut unterwegs, haben an euch gedacht bei dem Traumwetter hier und hoffen ihr werdert nicht zu stark eingeschneit! Wir sind eine Woche im Südwesten hängen geblieben, fahren aber jetzt gemächlich via Deer Lake in den Osten- und auch wir hoffen auf die Eisberge!
    take care
    michel&ursi

    • mariana

      Hallo Ursi!!das ist ja schoen von euch zu hoeren!!!Es gibt da oben Eisberge!!!und hier in Labrador hatten wir gestern auch 35Grad plus! Lieben Gruss und vielleicht sehen wir uns ja wieder Mariana & Michael

  2. Pevi

    Falls Ihr mal medizinischen (was ich nicht hoffe) oder journalistischen Beistand braucht: Wir kommen vorbei! Liebe Grüße

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